Weltenbummeln

hallo liebe blog gemeinde. ihr kennt mich ja schon ein bisschen inzwischen, und deswegen wird es auch niemanden gewundert haben, dass ich mich so lange nicht mehr gemeldet habe. Das ist nicht böse gemeint, soweit sollte das allen klar sein, sondern liegt eher daran, dass ich ja wie ihr wisst großer fan von stress bin. Ich bin gerne unterwegs, am liebsten zu viel und zu lange. Ich reise gerne durch die welt, am liebsten mit möglichst wenig vorbereitung, zu kurzfristig und ohne den weg zu kennen. Ich schlafe gerne ein ganzes wochenende, um dann eine woche lang on the road zu sein. Ich gebe gerne mein ganzes geld auf einmal aus, und dann esse ich eben eine woche lang nur reis. Alles in allem, ich plane nicht gerne voraus, und das macht es auch schwierig, es zu schaffen regelmäßig irgendetwas zu posten.

Deshalb nun also erst meine rückmeldung, nach einigen monaten funkstille. Ich habe viel erlebt in dieser zeit, ich hoffe ihr auch. Ich habe eine frau kennen gelernt, einen segelflugschein gemacht, bin bankrott gegangen und habe mich wieder aus den schulden gearbeitet. Letzte woche habe ich meine komplette wohnungseinrichtung verhökert, alle bücher, alle cds, alles was sich in den regalen so hat finden können. Nun wohne ich minimalisitisch. Ich hatte einfach lust dazu. Ich möchte keine neuen bücher, und ich mag es dass es ein bisschen hallt wenn ich im wohnzimemr rede. Das hat nicht jeder, das ist doch einmal was anderes.

Nächste woche habe ich gedacht kaufe ich mir ein auto. Es wird’s langsam frühling, und ich möchte gerne durch die welt fahren, und ein bißchen natur sehen können. Dazu bin ich nicht gerne abhängiug von bussen und bahnen, die sind mir zu unflexibel.


25.2.13 12:59, kommentieren

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Fête de la musique

Stell dir vor der Sommer beginnt, die Sonne scheint und in der ganzen Stadt ist Musik. In jedem Park und jeder größeren Bar sind Bühnen aufgestellt, jeder kann mitmachen, bekannte und völlig unbekannte Bands und Musiker geben einen Tag lang Gratiskonzerte in allen Stilrichtungen. Das gibt es nicht? Reines Wunschdenken eines musikalischen Idealisten? Natürlich gibt es das und zwar schon seit langer, langer Zeit. Erfunden wurde die Fête de la Musique in Frankreich. Am 21. Juni werden jedes Jahr die französischen Städte von den Musikern des Landes übernommen. Auf den Straßen, in den Cafés, Parks, Chateaus und Clubs spielen sie um die Wette und alles ist für jedermann zugänglich. In Frankreich hat die Fête eine lange Tradition und längst hat sie sich über die Grenzen des Rheins, der Alpen und der Pyrenäen hinweggesetzt und auch den Rest Europas erobert. Zumindest in den Hauptstädten, z.B. in Berlin, ist sie seit ein paar Jahren fester Bestandteil des kulturellen Kalenders und begeistert Besucher und Künstler gleichermaßen. So ist sie für die einen angenehme Möglichkeit neue Musik zu entdecken oder schon bekanntes endlich einmal hautnah zu erleben und für die andere willkommene Möglichkeit sich einem breiteren Publikum zu präsentieren. Längst ist auch die Wirtschaft auf sie aufmerksam geworden, Partnerschaften mit den größten Radiosendern der Länder sowie einzelner Marken wie Red Bull oder Michelin, zeugen von der Anziehungskraft des Ereignisses. Unsere Fête de la Musique fand dieses Jahr in Berlin statt, nachdem wir vor einem Jahr das Original in Paris kennengelernt hatten. Der Vergleich fällt mit einigen kleinen Vorteilen zu Gunsten Berlins aus, die Wege zwischen den Veranstaltungen sind leichter zu bewältigen, das Angebot sogar noch vielfältiger obwohl es in Paris von den Namen her stets hochkarätiger ausfällt. Der deutschen Hauptstadt kommt dabei sicherlich auch ihre Weitläufigkeit zu Gute, während sich in den engeren Straßen des Pariser Stadtzentrums schon mal der ein oder andere Stau bildet.

1 Kommentar 24.6.11 10:24, kommentieren

Danakil

Ein französischer Bekannter hat mir neulich eine neue Band empfohlen und ich bin wirklich begeistert. Danakil aus Paris spielen Reggae mit französischen Texten, den sie teilweise mit englischen Refrains würzen. Mittlerweile sind vier Alben erschienen, das letzte, „Echos du Temps“ wurde erst zu Beginn diesen Jahres veröffentlicht. In ihren lyrischen und oft sehr kritischen Texten setzt sich die achtköpfige Band mit politischen, gesellschaftlichen und natürlich auch amourösen Themen auseinander. Die Wut auf den entfesselten Kapitalismus und die Konsumgesellschaft der westlichen Industriestaaten, die die Entwicklungsländer knebel, ist durchgehend spürbar und wird in drastischen aber niemals platten Versen ausgedrückt. Dabei wirken Musik und Kritik niemals verbissen sondern immer ausgesprochen stimmungsvoll und oft auch sehr gut tanzbar. Andere Themen sind das Altern in Würde, das Reisen und der Dialog zwischen verschiedenen Kulturen. Vor allem das Reisen scheint der Gruppe wichtig zu sein, niemals mit den geltenden Zuständen zufrieden sein, nach neuen Ufern streben, neugierig sein und trotzdem von Zeit zu Zeit entspannen, so könnte man das Lebensgefühl beschreiben, das die Band mit ihrer Musik transportieren will.

Live sind sie ein Wucht, viele instrumentale Einlagen, die klare Stimme und das einnehmende Charisma des Leadsängers schlagen jedes Publikum schnell in den Bann und erzeugen eine friedliche und ausgelassene Stimmung bei den Besuchern. Besonders der Einsatz der Blasinstrument fördert immer wieder die gute Stimmung, da sie gegenüber den ruhigen Reggae Beats immer wieder kleine Ausrufezeichen setzen. Früher größtenteils in den Pariser Vorstädten bekannt, erweiterten Danakil ihre Fangemeinde auf ganz Frankreich und gehen demnächst sogar in Deutschland auf Tour. Einen besseren Botschafter französischer Undergroundkultur könnte man sich gar nicht wünschen.

1 Kommentar 21.5.11 15:22, kommentieren

Genießt das Leben!

Hey Leute daheim,

ich kann gar nicht mit Worten beschreiben, wie es auf Fraser Island war. Ich glaube das war der bisher schönste Ort, den ich in meinem Leben gesehen habe. Einfach unglaublich türkises Wasser, weiße Strände. Es ist kaum in Worte zu fassen. Meine Befürchtung war berechtigt, als ich dachte, dass wir dort gar nicht mehr weg wollen. Ich komme aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus.


Ich muss sagen, dass ich dort auch ziemlich viel nachgedacht habe. Irgendwie hat mich der Autounfall dort total eingeholt. Ich musste viel an Steve denken, der sich nach dem Unfall nicht mehr richtig bewegegn kann und im Rollstuhl sitzt. Ich habe wirklich Glück gehabt, dass es nur meine  Schulter erwischt hat. Ich war jeden Tag so dankbar, wenn  ich am morgen zum Strand gegangen bin und dieses blaue Wasser gesehen habe. Es hätte mich ja nun auch schlimmer treffen können. Ich bin so froh, dass ich das alles erleben kann mit meiner Freundin. Leute, freut euch über euer Leben. Auch, wenn ihr gerade nicht in Australien seid, sondern im vermutlich verregneten Deutschland.


Leider können wir wahrscheinlich nicht länger hier bleiben. Ich werde gebraucht, sonst verhungern uns unsere Gäste bzw. es müssen Aufräge abgelehnt werden, was unschön wäre. Ab Mai sind wieder richtig viele Veranstaltungen, viele Feste etc.  Und meine Freundin wird auch nervös, weil sie sich langsam um einen Job kümmern muss, aber wie ich die kenne, hat die das Glück eh auf ihrer Seite. Die macht immer ihr Ding und kriegt was sie haben will.
Wir haben uns eben ein paar Bullis angesehen und müssen uns noch entscheiden, mit welchem wir losfahren wollen um das Outback zu erkunden.
Morgen geht es dann los.

1 Kommentar 22.4.11 15:02, kommentieren

Verlängerung?

Hey Leute, so jetzt haben wir so viel Zeit an einem Ort verbraucht, dass wir uns langsam mal wieder in Bewegung setzten sollten. Es war so entspannt, die letzten Wochen, dass ich eigentlich keine große Lust habe, jetzt irgendwas zu ändern. Aber da wir ja nur drei Monate hier bleiben wollten, möchten wir natürlich jetzt noch etwas von Land (naja, eher Kontinent) und Leuten sehen. Als erstes geht es jetzt wie geplant nach Faser Island. Ich habe ein bisschen Angst, dass es uns dort einfach zu gut gefallen wird und wir einfach dort bleiben für den Rest der Zeit ;-)
Aber eigentlichen wollen wir uns danach einen Bulli mieten und so richtig hippiemäßig durchs Outback fahren. Das muss einfach sein, auch wenn die Insel wirklich wunderschön sein soll. Wir wären aber schone echt blöd, wenn wir das nicht mehr schaffen würden.

 


Ich habe eigentlich auch gar keinen Bock in einem Monat schon wieder nach Deutschland zurück zu fahren. Ich bin so richtig angefixt von dem Leben hier.
Meine Freundin und ich haben auch schon überlegt, ob wir nicht einfach noch ein bisschen länger hier bleiben sollen. Da sie so viel verdient hat, haben wir noch total viel Geld auf dem Konto und beim surfen habe ich auch echt wenig Geld ausgegeben. Am Strand rumhängen kostet halt einfach kein Geld und nen bisschen Essen kostet ja nicht viel.
Meine Freundin hat ja eh grade noch keinen Job, weil sie ja gerade erst mit ihrem Studium fertig ist und ich muss mal gucken, ob ich noch länger entbehrlich bin.
Es wäre einfach zu geil, erst wiederzukommen, wenn in Deutschland auch richtig Sommer ist. Dann können wir direkt unseren super tollen gebräunten Bodys im Park präsentieren.

 

1 Kommentar 11.4.11 17:55, kommentieren

Mein kleiner Goldesel

Meine Freundin hat so einen geilen Job abgegrast! Das ist der Hammer, ich frage mich wie sie das immer macht... Wir wollten ja eigentlich erst ein wenig rumreisen, aber uns gefällt es hier so gut dass wir jetzt erst mal einige zeit hier abhängen wollen. Ich gehe jeden Tag surfen, ich habs schon richtig drauf! Ich habe vor bei nem Surfcontest mitzumachen! Ich scheine das irgendwie im Blut zu haben.. Ich bin der geborene Surfer

So ein Brett steht mir auch einfach nur gut, und seit wir hier sind sind wir richtig braun geworden! Heiß!

Ich konnte mich zumindest mal richtig entspannen seit wir hier gelandet sind! Ich habe viele tolle neue Leute kennengelernt! Eine Schweizer-Jugendgruppe hängt heir auch immer am Strand ab! Die sind auf Weltreise, alles Surfer, und die haben es wirklich ganz schön drauf. Sie essen alle keinen Fisch, sie meinten dass das schlecht fürs Karma sei! Seit dem habe ich auch damit aufgehört! Mit Shark-Attacks ist nicht zu spaßen! Da muss man vorsichtig sein.

Auch wenn ich sonst nicht an Karma geglaubt habe... Was meint ihr? glaubt ihr an Karma? Und glaubt ihr dass Soya-Milch das Karma wieder ins Gleichgewicht rücken kann? ich werde das vorab mal testen. Schaden kann es ja nichts

Meine Freundin verdient mit ihrem Job an der Bar hier so gut, dass wir noch nicht einmal bei der Bank waren um an unsere Ersparnisse zu gehen! Das ist beeindruckend oder? Die schleppt das Geld wirklich in Säcken nach Hause!

Wenn er jetzt denkt dass das unfair ist, weil ich die ganze Zeit nichts mache.. Dann stimmt das nicht und ihr liegt falsch! Ich habe bereits in Deutschland so viel Geld auf unser Reisekonto eingezahlt dass ich mich hier 3 jahre lang zur Ruhe setzen könnte

1 Kommentar 16.3.11 11:14, kommentieren

Hier ist einfach das Paradis...

Yeah man Australien geht so ab! Das ist wirklich der Hammer. Die Mentalität der Leute, das Essen, das Land... Das alles ist einfach so wahnsinnig aufregend! Ich kann es echt gar nicht in worte fassen! Noch dazu kommt dass meine Freundin die ganze zeit im Bikini rumläuft, das finde ich das tollste an der ganzen Sache

ich kann mittlerweile durchaus verstehen warum die Leute von hier nicht mehr weg wollen. Man sagt immer man macht mal einen Trip für ein paar Monate, und auf einmal werden daraus Jahre! Früher habe ich mich immer lustig gemacht über solche Leute, und dachte dass sie sowieso nichts mehr checken, und nur noch am Strand rum gammeln weil sie kein bock auf Arbeit haben... Aber jetzt kann ich deren meinung absolut teilen!

Am liebsten würden meine Freundin und ich für immer heir bleiben, ne Bar am Strand aufmachen, und Surfboards verleihen oder so! Surfen ist hier nämlich wirklich klasse! Es macht so viel fun! Man man man, ich will hier nie mehr weg! Das ist gar kein Vergleich zum grauen Deutschland. Hier sind es so viele Sonnenstunden am Tag... Der Körper ist schöön aufgeheizt und man muss nicht frieren!

Die Leute sind so locker drauf, kein Stress, keine Hektik, alles ist total gechillt man! Die Leute trinken erst mal ein Bierchen bevor sie über irgendwas verhandeln... Das soll natürlich nicht heißen dass ich glaube dass die Australier nicht richtig arbeiten, denn ranklotzen können die alle samt richtig gut, da muss ich mir erst mal eine Scheibe von abschneiden!

Aber ich habe erst mal Urlaub! Deswegen, genieße ich zunächst mal das Leben bevor ich mir Gedanken über Gelegenheitsjobs mache

1 Kommentar 13.3.11 15:45, kommentieren